Sturzflut im Himalaya: Nothilfe für Nepal

Am 26. August hat eine schwere Sturzflut die Grenzregion zwischen Nepal und Tibet getroffen. Ausgelöst wurde sie nach Einschätzung chinesischer und US-amerikanischer Experten durch einen Gletscherabbruch an der Südflanke des Langtang Lirung. Ganze Dörfer wurden zerstört, Straßen, Brücken und die Stromversorgung sind unterbrochen.

Nach aktuellem Stand sind in Nepal mindestens 903 Menschen ums Leben gekommen, in der tibetischen Grenzregion weitere 16 – insgesamt mindestens 919 Todesopfer. Rund 4.800 Menschen werden noch vermisst, darunter zahlreiche ausländische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen. Die Zahlen steigen weiterhin deutlich, während weitere Opfer geborgen werden.

Tausende Rettungskräfte sind weiter im Einsatz, um Vermisste zu finden und zu bergen – vielerorts nur per Hubschrauber erreichbar. Betroffene Familien haben ihr Zuhause, ihre Existenzgrundlage und geliebte Menschen verloren. Sie brauchen jetzt Nothilfe: sauberes Wasser, Notunterkünfte, medizinische Versorgung.

Helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende für die Flutopfer in Nepal.

Das Nepalesische Rote Kreuz hat seine Notfallteams in die betroffenen Gebiete entsandt und arbeitet eng mit dem nationalen Katastrophenschutz zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Rettung und Evakuierung von Menschen sowie ihre medizinische Erstversorgung. Familien, die ihr Zuhause verloren haben, erhalten dringend benötigte Hilfsgüter wie Trinkwasser, Planen, Decken und Schlafmatten. Gleichzeitig werden Unterkünfte vorbereitet und der Hilfebedarf vor Ort fortlaufend ermittelt.

Caritas international stellt 50.000 Euro Soforthilfe bereit, um die ersten Hilfsmaßnahmen der nepalesischen Caritas-Partner zu unterstützen. Die Partnerorganisationen erfassen bereits das Ausmaß der Zerstörung und ermitteln den konkreten Unterstützungsbedarf in den betroffenen Gebieten. Auf dieser Grundlage wird die weitere Nothilfe vorbereitet.

UNICEF-Teams bringen Hilfsgüter zu betroffenen Familien – darunter Zelte, medizinische Hilfsgüter und Hygieneartikel. Psychosoziale Hilfsangebote werden vorbereitet. Vermisste und von ihren Familien getrennte Kinder werden identifiziert, damit sie möglichst schnell wieder mit ihren Angehörigen zusammengeführt werden können. In den kommenden Tagen sollen weitere Hilfsgüter wie Moskitonetze, Neugeborenen-Sets und therapeutische Nahrung die schwer betroffenen Gemeinden erreichen.

Auch die Diakonie Katastrophenhilfe ist Teil des gemeinsamen Hilfsverbunds. Die Lage und der Unterstützungsbedarf in den betroffenen Regionen werden fortlaufend bewertet, damit die Nothilfe gezielt ausgeweitet werden kann.

 

Letzte Aktualisierung: 31.08.2026