Sturzflut im Himalaya

Nothilfe für die Betroffenen in Nepal

Am 26. August 2026 hat eine schwere Sturzflut den Norden Nepals nahe der Grenze zu Tibet getroffen. Nach bisherigen Erkenntnissen löste der Abbruch eines Gletschers eine gewaltige Flutwelle aus. Wasser, Schlamm und Geröll rissen ganze Dörfer mit und zerstörten Straßen, Brücken, Kraftwerke und weitere Infrastruktur entlang des Bhotekoshi- und Trishuli-Flussgebiets. Eine Vorwarnung blieb aus.

Nach den jüngsten verfügbaren Angaben sind in Nepal mehr als 1.000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 5.000 Menschen gelten als vermisst. Die Zahlen können sich weiter verändern, da viele betroffene Orte schwer erreichbar sind und die Such- und Bergungsarbeiten andauern.

Mehr als 22.000 Kinder sind in der Katastrophenregion auf humanitäre Hilfe angewiesen. Viele Familien haben ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage verloren. Tausende Menschen mussten in Notunterkünfte oder provisorische Unterkünfte fliehen. Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Wasserleitungen, Straßen und Brücken wurden beschädigt oder zerstört. Die Betroffenen benötigen dringend Trinkwasser, Lebensmittel, medizinische Versorgung und Hygieneartikel.

Für Kinder und Familien ist die Katastrophe auch psychisch eine enorme Belastung. Nach Angaben von UNICEF benötigen mindestens 17.000 Kinder psychosoziale Unterstützung. 541 unbegleitete oder von ihren Familien getrennte Kinder wurden identifiziert und benötigen besonderen Schutz.

Die betroffenen Menschen brauchen dringend sauberes Trinkwasser, Lebensmittel, Notunterkünfte, medizinische Versorgung, Hygieneartikel und psychosoziale Unterstützung.

Helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende für die Betroffenen der Flut in Nepal.

Das Nepalesische Rote Kreuz ist im Katastropheneinsatz und leistet gemeinsam mit seinen lokalen Strukturen humanitäre Nothilfe. Betroffene Familien erhalten unter anderem Notunterkünfte, Lebensmittel, Trinkwasser, Sanitäranlagen und Hygienesets.

Der Zugang zu mehreren betroffenen Gebieten ist weiterhin stark eingeschränkt. Das Nepalesische Rote Kreuz unterstützt deshalb die Menschen dort, wo Hilfe trotz der zerstörten Verkehrswege und Infrastruktur erreichbar ist, und erfasst fortlaufend den weiteren Bedarf.

Caritas international stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit, um die ersten Hilfsmaßnahmen der nepalesischen Caritas-Partner zu unterstützen.

Caritas Nepal hat ihre Nothilfe im Distrikt Nuwakot ausgeweitet. In Schulen und Gemeindehäusern, die derzeit als Notunterkünfte dienen, verteilen Helferinnen und Helfer Lebensmittel, Decken und Moskitonetze an betroffene Familien. Außerdem wird eine Suppenküche eingerichtet, die täglich rund 1.500 Menschen mit warmen Mahlzeiten versorgen soll.

Die Partnerorganisation Jagriti Child and Youth Concern Nepal unterstützt die Nothilfe und leistet psychosoziale Hilfe. Gemeinsam erfassen die Partner weiterhin die Schäden und den konkreten Unterstützungsbedarf, um die Hilfe gezielt auszuweiten.

UNICEF-Teams bringen Trinkwasser, Medikamente, Hygieneartikel und weitere lebenswichtige Hilfsgüter zu betroffenen Familien. Dazu gehören auch Mittel zur Wasseraufbereitung, Moskitonetze und Sets für die Versorgung von Neugeborenen. Am 4. September erreichten 84 Tonnen humanitärer Hilfsgüter Kathmandu; die Hilfe wird in die besonders schwer betroffenen Gemeinden weitergeleitet.

Viele Kinder haben Angehörige verloren oder miterlebt, wie ihr Zuhause zerstört wurde. UNICEF leistet deshalb psychosoziale Hilfe, unterstützt die Zusammenführung getrennter Familien und richtet psychologische Beratungsangebote ein. Außerdem bringt UNICEF Lernmaterialien in die betroffenen Gebiete und richtet Notschulen ein, damit Kinder möglichst bald wieder lernen können.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist Teil des internationalen kirchlichen Netzwerks ACT Alliance. Partnerorganisationen leisten in Nepal bereits Nothilfe für die Überlebenden der Sturzflut.

Die Partner unterstützen betroffene Familien unter anderem mit Lebensmitteln, Wasser, Zelten und Haushaltsgütern. Gleichzeitig wird die Lage vor Ort fortlaufend erfasst, damit die Hilfe dort ausgeweitet werden kann, wo sie am dringendsten benötigt wird.

 

Letzte Aktualisierung: 21.09.2026