Humanitäre Lage in Gaza bleibt dramatisch

Menschen brauchen weiterhin dringend Unterstützung

Fast ein Jahr nach Beginn der Waffenruhe bleibt die humanitäre Lage im Gazastreifen dramatisch. Die ausgeweitete humanitäre Hilfe hat die Versorgung der Bevölkerung in einigen Bereichen verbessert. Dennoch sind rund 1,4 Millionen Menschen weiterhin von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Viele Familien leben in provisorischen Unterkünften oder beschädigten Gebäuden. Der Zugang zu ausreichend Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung bleibt für viele Menschen stark eingeschränkt.

Trotz der im Oktober 2025 vereinbarten Waffenruhe bleibt die Sicherheitslage im Gazastreifen äußerst fragil. Weiterhin kommt es zu Angriffen, bei denen Menschen getötet und verletzt werden. Gleichzeitig sind weite Teile der Infrastruktur zerstört und viele Familien weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Besonders schwierig bleibt die Versorgung mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und medizinischer Hilfe. Rund 1,4 Millionen Menschen – etwa zwei Drittel der Bevölkerung – sind weiterhin von akuter Ernährungsunsicherheit auf Krisenniveau oder höher betroffen. Zwar hat die ausgeweitete humanitäre Hilfe die Ernährungssituation gegenüber 2025 verbessert, die Fortschritte bleiben jedoch fragil. Bis zu 70 Prozent der Menschen im Gazastreifen haben weniger als sechs Liter Wasser pro Tag zur Verfügung.

Mehr als 1,76 Millionen Menschen – fast 84 Prozent der Bevölkerung – leben weiterhin in überfüllten Vertreibungsorten oder beschädigten und unzureichenden Unterkünften. Mit Blick auf die bevorstehende Regen- und Winterzeit verschärft sich die Situation zusätzlich. Auch die medizinische Versorgung bleibt stark eingeschränkt: Viele Gesundheitseinrichtungen sind beschädigt oder nur eingeschränkt funktionsfähig.

Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland arbeiten seit vielen Jahren in Gaza. Deshalb konnten sie trotz schwierigster Umstände die Bevölkerung in Gaza seit Beginn des bewaffneten Konflikts im Oktober 2023 unterstützen. Dank des Engagements zahlreicher Helfer:innen vor Ort kann die dringend notwendige Unterstützung nun massiv ausgeweitet werden.

Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe und seine Mitgliedsorganisationen bitten Sie dringend um Unterstützung!

Erfahren Sie hier, wie die Organisationen des Aktionsbündnisses die Menschen unterstützen:

 

Letzte Aktualisierung: 06.10.2026