Schweres Erdbeben in Kolumbien
Am 10. August 2026 hat ein Erdbeben der Stärke 7,4 den Westen Kolumbiens erschüttert. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó. Besonders betroffen sind die Städte Pereira, Cali, Quibdó, Manizales und Armenia; die neue kolumbianische Regierung hat den nationalen Notstand ausgerufen.
Humanitäre Lage nach dem Erdbeben
Nach aktuellem Stand (15.August 2026) sind nach Angaben der kolumbianischen Behörden mindestens 288 Menschen ums Leben gekommen, rund 4.000 wurden verletzt. Nach Angaben der kolumbianischen Katastrophenschutzbehörde UNGRD galten zuletzt 379 Menschen offiziell als vermisst. Die Vereinten Nationen (OCHA) gingen zuletzt von rund 5.000 beschädigten oder zerstörten Wohnhäusern aus. Die Opferzahlen dürften weiter steigen, da Rettungskräfte weiterhin nach Verschütteten suchen.
Die vier Mitgliedsorganisationen des Aktionsbündnis Katastrophenhilfe sind bereits aktiv: Das Deutsche Rote Kreuz hat im Rahmen eines laufenden EU-Katastrophenschutzprojekts zwei Rapid-Response-Teams des Kolumbianischen Roten Kreuzes in die Region Chocó verlegt und versorgt betroffene Familien mit Hilfsgütern und Trinkwasserfiltern; ein weiteres Team steht für einen möglichen Einsatz in Valle del Cauca bereit. Caritas international unterstützt ihre lokalen Partner, die erste Hilfsmaßnahmen durchführen. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist gemeinsam mit einem Partner vor Ort aktiv und prüft eine Ausweitung der Hilfe.
Der Bedarf an humanitärer Hilfe wird in den kommenden Wochen weiter wachsen.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Nothilfe unserer vier Mitgliedsorganisationen für die Menschen in Kolumbien.
Erfahren Sie hier, wie die Organisationen des Aktionsbündnisses die Menschen unterstützen:
Letzte Aktualisierung: 17.08.2026
