Humanitäre Krise im Jemen verschärft sich
Im Jemen herrscht seit mehr als elf Jahren eine schwere und anhaltende humanitäre Krise. Nach Angaben des UN-Nothilfebüros OCHA benötigen 22,3 Millionen Menschen im Jahr 2026 humanitäre Hilfe. 18,3 Millionen Menschen sind von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, darunter mehr als 2,2 Millionen Kinder unter fünf Jahren, die akut mangelernährt sind. Auch die Gesundheitsversorgung ist vielerorts zusammengebrochen: Laut OCHA sind nur rund 59 Prozent der Gesundheitseinrichtungen vollständig funktionsfähig. Krankheiten wie Cholera und Masern stellen weiterhin eine große Gefahr dar.
Seit Anfang September 2026 haben sich die Kämpfe in mehreren Regionen des Landes wieder deutlich verschärft. Laut UNICEF wurden innerhalb von zwei Wochen mehr als 104.000 Menschen vertrieben, darunter über 57.000 Kinder. Viele Familien mussten ihre Häuser mit nur wenigen Habseligkeiten verlassen. Die erneute Gewalt erschwert den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung, sauberem Wasser und humanitärer Hilfe zusätzlich.
Besonders dramatisch ist die Situation für Kinder: UNICEF zufolge sind 12,2 Millionen Kinder im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mehr als 515.000 Kinder unter fünf Jahren leiden an einer lebensbedrohlichen Form akuter Mangelernährung. Rund 3,2 Millionen Kinder besuchen keine Schule. Durch die jüngsten Kämpfe sind außerdem Gesundheitseinrichtungen und Schulen beschädigt oder nicht mehr zugänglich.
Hilfe gegen Hunger und Krankheiten
Die Organisationen des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe – Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland – unterstützen die Menschen im Jemen mit Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung, Medikamenten und Hygieneartikeln.
Im Mittelpunkt stehen die Behandlung mangelernährter Kinder, die Unterstützung von Gesundheitseinrichtungen sowie die Versorgung von Familien mit Wasser und sanitären Einrichtungen. Um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen, werden außerdem Impfungen, Hygieneaufklärung und weitere Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge unterstützt.
Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe und seine Mitgliedsorganisationen bitten Sie dringend um Unterstützung.
Helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende den Menschen im Jemen.
Erfahren Sie hier, wie die Mitgliedsorganisationen des Aktionsbündnisses die Menschen unterstützen:







