Hochwasser Deutschland

Die Hilfe geht weiter

Die großen Schutt- und Müllberge sind verschwunden, die Schicksale der betroffenen Menschen sind aber nicht vergessen. Dank einer überwältigenden Spendenbereitschaft konnte tausenden Kindern und Erwachsenen geholfen werden und so können die Organisationen des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe die Menschen auch weiterhin unterstützen.

Die Hilfe für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 leisten die lokalen Verbände und Einrichtungen der Caritas, der Diakonie und des Deutschen Roten Kreuzes.

Betroffene können einmalig Bargeldhilfen ohne Bedürftigkeitsprüfung bis zu einer Höhe von maximal 5.000 Euro beantragen. Höhere Beträge für zum Beispiel Instandsetzung und Wiederaufbau von Wohnraum können ebenso beantragt werden. Hierzu bedarf es einer Bedürftigkeitsprüfung und vorheriger Klärung eventueller Leistungen durch staatliche Mittel und Versicherungsleistungen. Informationen und Kontakte, wo die Hilfe beantragt werden kann, finden Sie hier:

> Caritas
> Diakonie

Informationen des Deutschen Roten Kreuzes

> DRK Landesverband Westfalen-Lippe
> DRK Landesverband Nordrhein
> DRK Kreisverband Ahrweiler
> DRK Kreisverband Bitburg-Prüm
> DRK Kreisverband Trier-Saarburg
> DRK Kreisverband Vulkaneifel

Finanzielle Hilfen: Informationen zur Auszahlung von Spendengeldern können Sie unter folgenden Telefonnummern erhalten: Kreisverwaltung Ahrweiler: 02641 975-960 und 02641 975-961

So konnte bisher geholfen werden

Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe hat seit Juli 2021 rund 88,5 Millionen Euro an Spenden erhalten. Mit den Spenden, die die Mitgliedsorganisationen Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz und Diakonie Katastrophenhilfe direkt bekommen haben, stehen rund 142 Millionen Euro für die Unterstützung der vom Hochwasser betroffenen Menschen zur Verfügung

Seit Mitte Juli haben viele hundert haupt- und ehrenamtliche Helfer:innen von Caritas international, dem Deutschen Roten Kreuz und der Diakonie Katastrophenhilfe großartige Hilfe geleistet und vielen Betroffenen ein Stück ihres Lebens zurückgeben können.

So sah die Hilfe in den ersten Wochen und Monaten aus

Am Anfang stand die akute Nothilfe im Vordergrund. Schnell und unbürokratisch musste geholfen werden. Circa 10 Millionen Euro erhielten rund 15.000 Familien finanzielle Unterstützung in Form von sogenannten Sofort- und Bargeldhilfen. 6.000 Bautrockner wurden kostenlos verteilt, ebenso rund 4.500 Heizgeräte.

Mobile Teams gingen durch die zerstörten Straßen, um die Nöte und die erforderlichen Hilfen bei den Menschen direkt zu erfragen. Und so informierten sie auch über die vielfältigen Unterstützungsangebote. Dazu gehörten neben den finanziellen Hilfen zum Beispiel auch Mutter-Kind-Kuren, Angebote für psychosoziale Betreuung, Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche und vieles mehr.

Aber auch infrastrukturelle Maßnahmen wurden durchgeführt. Die Stromversorgung wurde in einigen Gebieten wieder mit aufgebaut und Notstrom ins Netz eingespeist, temporäre Kläranlage installiert, Trinkwasser bereitgestellt, zehntausende Mahlzeiten und Nahrungspakete ausgegeben, mobile Arztpraxen aufgebaut.

Vielen Menschen konnten auch bei der Antragsstellung für staatliche Hilfen durch die Mitarbeiter:innen der drei Hilfsorganisationen geholfen werden. Ebenso wurden diese bei der Suche nach Gutachtern unterstützt oder erhielten direkt baufachliche Beratungen.

Für diese Hilfen und die Fortführung dieser Maßnahmen wurden und werden insgesamt rund 93 Millionen Euro an Spenden eingesetzt.

So helfen Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz und Diakonie Katastrophenhilfe weiter

Die eingeleiteten Hilfsmaßnahmen wie Betreuungs- und Beratungsangebote werden intensiv fortgeführt. Ebenso die schnelle finanzielle Unterstützung von Härtefällen.

Im Mittelpunkt der Hilfe in den nächsten Wochen und Monaten wird der Wiederaufbau stehen. Dafür haben Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz und Diakonie Katastrophenhilfe bereits weitere 35 Millionen Euro bereitgestellt. Die Menschen, die beim Wiederaufbau finanzielle Unterstützung benötigen, können sich an die Hilfsorganisationen wenden. Spenden für den Wiederaufbau können nachrangig ausgezahlt werden. Das bedeutet, dass zuerst staatliche Hilfen oder Versicherungsleistungen beantragt werden müssen. Dabei unterstützen die Organisationen ebenso.

Betroffene können sich dafür an die lokalen Einrichtungen der Caritas, des Deutschen Rotes Kreuzes und der Diakonie wenden.

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