Rückblick 2024

Aktionsbündnis Katastrophenhilfe 12 Das Erdbeben, dessen Epizentrum nahe Mandalay lag, der zweitgrößten Stadt des Landes, kostete laut Angaben der Vereinten Nationen etwa 5.300 Menschen das Leben. Zehntausende Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Und dies in einem Land, in dem seit dem Militärputsch 2021 ein gewaltsamer Konflikt zwischen Militärregierung und oppositionellen Gruppen tobt. Mehrere Millionen Menschen mussten innerhalb des Landes oder über die Landesgrenzen fliehen – als verfolgte ethnische Minderheiten wie die Rohingya, als politisch Verfolgte, als Geflüchtete oder aus wirtschaftlicher Not. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen benötigen 17,6 Millionen Menschen in Myanmar humanitäre Hilfe. Hilfe ist schon vor Ort ... Schon in den ersten Tagen nach der Katastrophe stellen UNICEF-Teams in Myanmar dringend benötigte Hilfe aus bestehenden Warenlagern bereit, darunter Hygienesets, Seife, Wasserreinigungstabletten, Wassertanks und medizinische Hilfsgüter für Kinder. Weitere Lieferungen sind schnell auf dem Weg. Möglich ist diese zeitnahe und unbürokratische Hilfe, weil UNICEF seit mehr als sieben Jahrzehnten in Myanmar im Einsatz ist, unter anderem in den Bereichen Ernährung, Bildung, Gesundheit, Wasserversorgung und Kinderschutz. Im Jahr zuvor erst hatte UNICEF unter anderem 500.000 Kinder gegen Masern geimpft. Rund 520.000 Kinder konnten dank des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Lernangebote nutzen; mehr als 700.000 Menschen wurden mit sauberem Trinkwasser versorgt. UNICEF verfügt über ein großes Netz der Hilfe – mit eigenen Mitarbeitenden und zahlreichen Partnern, mit viel Erfahrung und einer eigenen Infrastruktur. ... und kommt auf dem Luftweg Wenige Tage nach dem Beben erreichen 80 Tonnen zusätzliche Hilfsgüter per Flugzeug das Katastrophengebiet. Sie wurden aus dem Logistik-Zentrum von UNICEF in Kopenhagen mit Unterstützung der Europäischen Union nach Myanmar gebracht. Zu den Hilfsgütern gehören zum Beispiel Wasserreinigungstabletten, medizinische Ausrüstung und Zelte. UNICEF-Teams verteilen die Hilfsgüter vor Ort an Kinder und Familien, die von dem Erdbeben betroffen sind. UNICEF Geschützte Räume für Kinder Als das Holz knarrt und der Boden bebt, rennt die 16-jährige Tun Myar ins Freie – und bricht anschließend mit einem Schock zusammen. Es ist der 28. März 2025, als ein Erdbeben der Stärke 7,7 Myanmar erschüttert. Tun Myar schläft in den folgenden Nächten wie viele andere Menschen im Freien, nur geschützt durch einfache Planen.

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