Rückblick 2024

14 Aktionsbündnis Katastrophenhilfe Aufbau von Zelten als Notunterkünfte durch den Palästinensischen Roten Halbmond. Die Shelter werden vom DRK bereitgestellt. Deutsches Rotes Kreuz Hilfe in Nahost über Grenzen hinweg Nach dem Ende des Assad-Regimes im Dezember 2024 und der Bildung einer neuen Übergangsregierung war die Hoffnung auf Verbesserungen in Syrien groß. Doch der lange Konflikt hat einen großen Teil der Infrastruktur zerstört, die Wirtschaftskrise führt zu hoher Armut und Arbeitslosigkeit, der Zugang zu Wasser, Gesundheit, Bildung und Schutzdiensten bleibt knapp. In vielen Landesteilen steht daher weiterhin die Nothilfe im Mittelpunkt der Arbeit des DRK. Als beispielsweise im Südwesten des Landes die Kämpfe zwischen lokalen bewaffneten Beduinen- und Drusen-Gruppen eskalierten, kam es zu einer humanitären Notlage. Daraufhin brachte der Syrische Arabische Rote Halbmond (SARH) im Juli 2025 mit Unterstützung des DRK eine Hilfslieferung auf den Weg in die südsyrische Region Suweida. Ein Hilfskonvoi mit 44 Fahrzeugen, darunter fünf Krankenwagen und 31 Lastwagen, transportierte dringend benötigte Hilfsgüter wie Lebensmittelpakete, Trinkwasser, Medikamente, medizinisches Material, Wassertanks und Treibstoff in die Krisenregion. Erste Hilfe für das Gesundheitssystem Das DRK hilft in Syrien insbesondere bei der Unterstützung des Gesundheitssystems. Beispielsweise unterstützt das DRK elf mobile Gesundheitseinheiten, die dringend benötigte primäre Gesundheitsversorgung für Menschen in abBewaffnete Konflikte, aber auch Naturkatastrophen bringen immer wieder Not und Zerstörung in die Länder des Nahen Ostens. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), in Zusammenarbeit mit der Rotkreuz- oder Rothalbmondgesellschaft des jeweiligen Landes, hilft unter anderem in Syrien, Libanon und den Palästinensischen Gebieten, insbesondere in Gaza. gelegenen und schwer zugänglichen Gebieten leistet. Frauen und Kinder erhalten zudem spezialisierte medizinische Hilfe durch das Kinderkrankenhaus in Aleppo, das einzige in der Region, und daran angeschlossene Kliniken. Hier setzt das DRK 17 Krankenschwestern und elf medizinische Mitarbeitende ein und stellt Sauerstoffflaschen und den Betrieb von Inkubatoren für die Intensivstation bereit. Medizinische Hilfe in Konfliktgebieten In Libanon unterstützt das DRK das Libanesische Rote Kreuz (LRK) bei den Rettungsdiensten und bei seinem Medico- Sozialen Dienst. Insgesamt stellt das LRK rund 80 Prozent des Rettungsdienstes im Land. Mobile Gesundheitseinheiten helfen auch dort, wo keine Krankenhäuser sind, oder unterstützen die Gesundheitseinrichtungen dabei, die erhöhte Anzahl von Patientinnen und Patienten zu versorgen. Mehr als 12.000 Freiwillige sind für das LRK tätig, das im Land 51 Ambulanzzentren, 13 Bluttransfusionszentren, 37 Zentren für die medizinische Grundversorgung, 10 mobile medizinische Einheiten und 17 KatastrophenmanagementZentren betreibt. Somit ist es der wichtigste Anbieter von medizinischer Notfallversorgung in Libanon und oft der einzige Akteur, der in der Lage ist, in Konfliktgebieten tätig zu sein. „Nur wenn alle Konfliktparteien sicheren und ungehinderten Zugang gewähren, kann Hilfe dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt wird. Zivile Infrastruktur, Gesundheitseinrichtungen und humanitäre Helferinnen und Helfer müssen geschützt und respektiert werden.“ Christian Reuter DRK-Generalsekretär

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