10 Aktionsbündnis Katastrophenhilfe Größte humanitäre Katastrophe Die Hilfe ist dringend notwendig. Denn der bewaffnete Konflikt im Sudan ist derzeit die größte humanitäre Katastrophe der Welt – und dennoch eine vergessene Krise. Mehr als zwölf Millionen Menschen wurden vertrieben. Etwa 34 Millionen Menschen – zwei Drittel der Bevölkerung – sind laut UN-Angaben auf humanitäre Hilfe angewiesen. Ungefähr 4,5 Millionen Menschen sind in die umliegenden Länder geflohen. Beispielsweise nach Südsudan. In der Grenzregion sind Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international aktiv. Die Hilfswerke unterstützen dort – unter anderem durch ihre gemeinsame Sommeraktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen“ – die Hilfsprojekte der Schwestern der Daughters of Mary Immaculate (DMI). Auch Nyamjwok Obac Akany und Bakitha Awad Deng zählen zu den vielen Geflüchteten. „Als ich nach Kodok kam, kannte ich niemanden. Ich war sehr besorgt, denn ich war im vierten Monat schwanger“, erzählt Nyamjwok Obac Akany. „Ich danke Gott, dass ich meine Tante Bakitha getroffen habe und sie mich aufgenommen hat.“ Die beiden Frauen und ihre fünf Kinder wohnten zunächst sehr beengt in einer alten Hütte, die Wind und Wetter kaum standhielt. Das hat sich geändert: Dank der Hilfe der Schwestern der Daughters of Mary Immaculate in Kodok leben sie inzwischen in einer stabilen Unterkunft. Die Hilfsmaßnahmen in der Stadt Kodok im Norden des Südsudan umfassen neben dem Bau neuer Hütten auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln und psychosoziale Hilfe. UNICEF behandelt jährlich über 600.000 mangelernährte Kinder im Sudan. Nothilfe mit Perspektive. Mit dem Bau eines Brunnens ermöglicht UNICEF die Selbstversorgung der Geflüchteten – auch der Kinder.
RkJQdWJsaXNoZXIy NTQxOTA=